Ethikcode verabschiedet

Generalversammlung des BIS am Sitz und Gründungsort Aarau


Ruth Wüest präsentiert den Teilnehmenden der BIS-GV wertvolle Bände aus dem Bestand der Kantonsbibliothek

Ruth Wüest präsentiert den Teilnehmenden der BIS-GV wertvolle Bände aus dem Bestand der Kantonsbibliothek.

An der Generalversammlung des BIS vom 6. September 2013 beschlossen die über 90 Anwesenden einen neuen Ethikcode des Verbandes. Wie bei den ordentlichen Jahresgeschäften gab es dazu kaum Diskussionen, da der Vorstand nach schwierigen Zeiten über eine erfreuliche Trendwende berichten konnte.

Beim Begrüssungskaffee im Grossratsgebäude Aarau wurde dagegen rege diskutiert. Die ordentlichen Traktanden gaben hingegen kaum zu Diskussionen Anlass. Die Anwesenden repräsentierten 68 Einzelmitglieder und 40 Kollektivmitglieder, deren Stimmrecht erstmals aufgrund des vor Jahresfrist beschlossenen Beitrags- und Stimmenmodells zum Tragen kam: Sie vertraten 148 Stimmen, womit ein Total von 216 Stimmen resultierte.

Präsident Herbert Staub ging in seinem Jahresbericht auf die zentralen Arbeiten des Verbandes ein und machte einen Ausblick auf die künftigen Schwerpunkte. Die Mitgliederzahlen sind rückgängig, weshalb sich der Vorstand zum Ziel gesetzt hat, 200 neue Mitglieder zu gewinnen. Hohe Zuwachsraten verzeichneten die Weiterbildungskurse, deren Feedback gemäss der aktuellsten Auswertung weitgehend sehr positiv ausfällt.

Handlungsbedarf besteht bei der Zeitschrift Arbido, über deren Neugestaltung im laufenden Jahr zusammen mit dem VSA als zweitem Herausgeberverband verhandelt wird. Positives hatte der Finanzverantwortliche Klaus Egli zu berichten. Der Turnaround ist geschafft: Resultierte 2011 noch ein Verlust von 117‘000 Franken, konnte 2012 ein Überschuss von rund 70‘000 Franken verbucht werden. An dieser Stelle dankte Klaus Egli auch dem Team der Geschäftsstelle für die gute Arbeit.

Drei neue Vorstandsmitglieder und ein Abschied

Jean-Claude Albertin, BCU Lausanne, Rahel Birri Blezon, Bibliothek am Guisanplatz Bern / HEIG Waadt und Edeltraud Haas, Leiterin der Universitätsbibliothek St. Gallen wurden mit Applaus neu in den Vorstand gewählt. Herbert Staub verabschiedete Yolande Estermann, die seit 20 Jahren in den Vorständen von SVD und BBS/BIS mitgearbeitet hatte, davon die Jahre 2009 – 2012 als Präsidentin des BIS.

Ihr Nachfolger kommentierte die Höhen und Tiefen ihres Wirkens mit einer witzigen Schlagerparade, da die Leiterin des I+D-Bereiches an der HEG in Genf deutsche Schlager liebt. Yolande Estermann freute sich sichtlich über diese spezielle Würdigung und bedankte sich auch für die Chance, im Rahmen des Vorstandes ihre sehr guten Deutschkenntnisse weiter pflegen und verbessern zu können – ein Vorteil, den sich potentielle welsche Vorstandskollegen merken sollten!

Ethikcode und Rahmenprogramm

Inhaltlich zentral war das Thema Ethikcode, den die Versammlung mit grossem Mehr beschloss, und der auf der Basis des IFLA-Codes von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Michel Gorin erarbeitet worden war.

Gerhard Matter, Leiter der Kantonsbibliothek Liestal, stellte die Kampagne Bibliofreak www.bibliofreak.org vor und Vorstandmitglied Rudolf Mumenthaler wies darauf hin, dass man dem BIS neu auch auf Twitter (twitter.com/bis_ch) folgen kann.

Nach dem Mittagessen im Ratskeller verteilten sich die Mitglieder des BIS in der Stadt Aarau. Bei Führungen durch die Kantonsbibliothek, das Kunsthaus, die Stadtbibliothek Aarau und die Meyerstollen erfuhren die Mitglieder einiges über die Stadt, in der die Geschäftsstelle des Verbandes seit 2011 ihren Sitz hat und wo er 1897 gegründet worden war. Beim abschliessenden Apéro, gemeinsam mit der IG WBS organisiert, diskutierten am Ende des Tages noch gegen 50 Teilnehmende und pflegten persönliche Kontakte. (kru/halo)

14.09.2013
14.09.2013
Kategorie: Verbandsaktivitäten, Nachrichten