Generelle Leistungen des BIS für seine Mitglieder

Zuallererst haben die Mitglieder ein Stimmrecht. Die Diskussion um die Strukturreform hat gezeigt, dass es der Mehrheit unserer Einzelmitglieder wichtig ist und sie darauf nicht verzichten wollen. Die Kollektivmitglieder sollen neu 2 bis 6 Stimmen erhalten – abgestuft nach Kategorien.

Das Stimmrecht an der Generalversammlung gibt insbesondere die Möglichkeit, den Vorstand zu wählen, und damit die generelle Politik des Verbandes mitzubestimmen. In wichtigen Fragen kann die Generalversammlung zu Themen direkt Stellung nehmen (Beispiel Buchpreisbindung).

Grundlegend setzt sich der BIS als Fach-, Dach- und Berufsverband für die Interessen der Bibliotheken, Dokumentationsstellen und deren Mitarbeitende ein. Ohne derartige Organisation kann eine Professionalisierung und Verbesserung des Berufsfeldes nicht erreicht werden.

Die Leistungen im Detail und in Stichworten

Alle Mitarbeitenden eines Kollektivmitglieds profitieren von vergünstigten Tarifen bei den Angeboten zur Weiterbildung – beispielsweise zahlen sie für Tagesseminare 400 statt 450 Franken oder bei Fachtagungen 125 statt 150 Franken. Einzelmitglieder zahlen 350 Franken.

Kollektivmitglieder profitieren von günstigeren Tarifen bei den überbetrieblichen Kursen für ihre Lehrlinge. Sie zahlen 2012 pro Tag und Lernendem 150 Franken, Nichtmitglieder 200 Franken. Pro Lehrling resultiert während der dreijährigen Lehrzeit eine Einsparung von 1500 Franken.

Der BIS ist über seine Arbeitsgruppe Bibliotheksstatistik in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik massgeblich an der Bibliotheksstatistik beteiligt. Er hat dieses Arbeitsinstrument initiiert und sorgt für die kontinuierliche Weiterentwicklung und Vervollständigung.

Für die Interessengruppen organisiert der BIS im Rahmen des Beirates den Gedankenaustausch und die Vernetzung. Er übernimmt für diese die Vertretung in internationalen Verbänden und organisiert bei politischen Fragen und Vernehmlassungen die Koordination und formuliert Stellungnahmen.

  • Ausbildung I+D-Fachleute: Ohne BIS (und VSA = Ausbildungsdelegation) gäbe es keine Berufslehre
  • Weiterbildungsprogramm: BIS bietet jährlich über zwei Dutzend Kurse und Fachtagungen an – für Mitglieder zu günstigeren Tarifen
  • Arbido: Das Abonnement im Preis von 110 Franken (4 Ausgaben pro Jahr) ist im Mitgliedsbeitrag eingeschlossen
  • Kongresse: In der Regel alle zwei Jahre veranstaltet der BIS einen Kongress zur fachlichen Weiterbildung und zum Gedankenaustausch unter seinen Mitgliedern
  • Kopiermarken und Voucher: Der BIS sorgt für die Administration dieser Grundlagen für den interbibliothekarischen Leihverkehr
  • Der BIS pflegt die internationalen Kontakte und Wissensaustausch mit EBLIDA und IFLA und vermittelt interessierten Mitgliedern die Möglichkeit zur Mitarbeit in speziellen Arbeitsgruppen
  • Der BIS nimmt national die gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder zu Einzelaspekten wahr wie bspw. Urheberrecht (Abwendung Bibliothekstantieme), eidgenössische Vernehmlassungen zur Berufs- und Weiterbildung oder die Lohnerhebungen für die Lohnrichtlinien
  • Der BIS setzt sich in Einzelfällen für Bibliotheken und ihre Interessen ein – beispielsweise beim Projekt Bibliothek St. Gallen, Entwicklung ZUB Luzern etc.

Instrumente & Budget

Für diese Aufgaben und die Vernetzung seiner Mitglieder führt der BIS eine Datenbank und eine Geschäftsstelle mit ca. 1,8 Vollzeitstellen und einem Jahresbudget von rund 600 000 Franken. Ohne BIS fehlt der Schweizer Bibliothekslandschaft ein Standort mit Aus- und Überblick!